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| 2 Fragen - zwei deutliche Antworten - Schwebebahnneubau kostet EUR 483,75 Mio. |
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Die Gesamthöhe der Schwebebahn-Neubaukosten wurde heute von der Bezirksregierung beantwortet - EUR 483,75 Mio.
Der Grund für das entstandene Defizit liegt nicht in der Kürzung der Landesmittel, sondern in Kostensteigerungen bei den Stadtwerken, die, für uns durchaus verständlich, nicht in voller Höhe vom Land mitgetragen werden.
Im Namen von Herrn Jürgen Büssow hat uns Herr Dr. Stork detailiert Auskunft zu den nebulösen Begründungen von WSW AG und Stadtverwaltung bezüglich des entstandenen Defizits beim Schwebebahnneubau gegeben. Wir möchten an dieser Stelle für die klare Nennung aller Zahlen ausdrücklich danken. Das Schreiben finden Sie in beigefügtem Link.
Der Sachverhalt stellt sich nun wie folgt dar:
Ursprünglich beantragt für den Neubau der Schwebebahn wurden EUR 225 Mio. zuzüglich der EUR 25 Mio. Eigenanteil kommen wir also auf die Summe von DM 500 Mio, die als Grundlage für den gesamten Neubau diente.
Verbaut sind bisher nach Leistungsnachweisen EUR 177,35 Mio, die bewilligten Zuwendungen betragen EUR 186,14 Mio, ausgezahlt sind EUR 184,77 Mio.
Nun kommt der Punkt, den Burkhard Stieglitz von der Initiatve "Rettet die Schwebebahn" schon 1997 beschworen hat. Die beantragte Summe reicht bei weitem nicht aus!
Die Baukosten für das Gesamtprojekt betragen heute EUR 483,75 Mio - somit DM 946,13 Mio. Dies ist die Summe, die sich schon 1997 im Flugblatt der Initiative findet, das Sie in beiliegendem Link einsehen können.
Und bei dieser Summe muß es durchaus nicht bleiben, da man die Unwägbarkeiten des weiteren Neubaus wie 1997 nicht vollständig erfassen kann.
Das Land ist sogar bereit, nach derzeitigem Sachstand insgesamt EUR 288 Mio zur Finanzierung des Neubaus in Anerkennung der Kostensteigerungen zu übernehmen, nicht jedoch die von der WSW AG erwartete Gesamtsumme. Somit entsteht das durch die Presse gegangene Defizit von EUR 115 Mio.
Berücksichtigt man nun noch, dass die Stahlkonstruktion bei weitem nicht in dem desolatem Zustand war, wie zur Beantragung der Neubaukosten heraufbeschworen wurde, und ferner, durch sinkende Einwohnerzahlen, höhere Nutzung des Individualverkehrs und somit fehlende Nachfrage, die Taktzahlen der Schwebebahn nicht erhöht worden sind, kann man die Übernahme der erhöhten Baukosten durch das Land NRW nur honorieren.
Nach diesem Schreiben dürfte klar sein - die wahren Verantwortlichen für die Schwebebahnmisere sitzen in Wuppertal.
Und die machen in diesem Stil munter weiter - der Wuppertaler Rundschau vom heutigen Tag ist zu entnehmen:
Mehrheit für den Kompromiss - Die Mehrkosten sollen je zur Hälfte von Stadt und WSW AG getragen werden, die WSW AG wollen die Summe über die Verbesserung des Jahresergebnisses um EUR 2,5 Mio stemmen (Preiserhöhungen - Bürger?) und die Möglichkeit prüfen, ob ein Verkauf der Talsperren Sinn machen könnte (Guten Tag Herr Dr. Slawig).
Meine Damen und Herren der verantwortlichen Wuppertaler Stadtverwaltung und der WSW AG - dieses Kasperletheater ist angesicht Ihrer hochdotierten BAT-Stellen nicht nur in höchstem Maße peinlich, sondern verletzt zudem das Rechtsempfinden jedes Bürgers.
Wie weit haben Sie sich inzwischen von jeder Realität entfernt?
Links
Bezirksregierung
Schwebebahninitiative
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